Moped

Kurz und Knapp zu meinem Untersatz: CRF 250 Rally

Was das Moped nicht kann:

Mir fallen eigentlich nur zwei Sachen ein die negativ ins Gewicht fallen. Der erste Punkt ist das viel zu weiche Fahrwerk. Schwerer als 70Kg sollte man nicht sein. Ansonsten bietet sich Ersatz von Wilbers, HyperPro oder YSS an. Für gemäßigte Fahrer reicht es für den Anfang auch einfach eine Feder der oben genannten Hersteller einzubauen. Diese Punkt ist also einfach zu beheben.

Der zweite Punkt ist die etwas mauhe Leistung. Das Bike ist aus meiner Sicht nur sehr eingeschränkt autobahntauglich und auch sonst nicht für etwaige ambitionierte Beschleunigungsduelle geeignet. Ich würde es auch nur für den Solobetrieb verwenden.

Alles andere funktioniert, die einzigen Umbauten meinerseits sind tiefere und größere Fußrasten, Alulenker ( nach Sturz) und eine höhere Sitzbank. Thats it!

Was kann das Moped:

Die Honda ist in beiden Versionen verhältnismäßig leicht, selbst die Rally knackt die 160Kg nicht! Wenn man also nicht gerade eine Mischung aus Ken Roczen und Dwayne Johnson ist und mühelos 220Kg um die Ecke drücken kann bietet die kleine Honda reichlich Spaß. Dabei bietet sie guten Wetterschutz, LED Licht und ordentliche Reichweite. Wer abseits befestigter Straßen unterwegs ist, freut sich über den nicht benötigten Kurs „Wie hebe ich mein Mopped richtig auf“ und die Knochen danken es einem falls man mal drunter liegt.

Das Moped ist dazu sehr robust, der Motor reicht mit seiner Leistung im Gelände völlig aus und hat einen Wartungsintervall von 12Tkm(!). Der Heckrahmen ist geschraubt und Serienverkleidungen & Unterfahrschutz stecken einiges weg.

Die CRF 250 L / Rally oder jetzt 300er ist unfassbar billig. Eine 700er Reiseenduro kostet 1/3 bis gut die Hälfte mehr. Dazu kommt das Ersatzteile zum Teil direkt über Thailand geordert werden können, was die Kosten für den Unterhalt bei ambitionierten Offroadeinsatz nochmals enorm senkt.

Am Ende liegt sie zwischen den Welten, mehr Leistung und weniger Gewicht gibt es bei den üblichen Verdächtigen der Sportendurofraktion. Reichweite, Komfort und Zuverlässigkeit sind dann die andere Seite der Medaille. Für Asphalt gibt es dann die gut bestückte SUV Fraktion, mit reichlich Auswahl. Viel Leistung bei perfektem Langstreckenkomfort stehen dann dem hohen Gewicht und damit dem Geländeeinsatz im Wege.

Am Ende braucht man eben doch mehr als ein Moped.