Navigation & Ausstattung

CUXENDURO – Navigation

Eine kurze Einführung

Es gibt unzählige Möglichkeiten mit dem Motorrad zu navigieren. Es gibt sogar ganze Bücher und Vorträge darüber. Allein die Auswahl an Anzeigegeräten geht vom klassischen Roadbook mit Papierrolle wie man es von den Rally Motorrädern kennt, Straßenkarten über das Tripy II (GPS), die ganze Armada von Garmin Geräten und endet irgendwo zwischen TomTom und einem Tablet oder Handy. Die Ansprüche unterscheiden sich natürlich je nach Einsatzzweck des Motorrads. Gibt es für Straßenmotorräder noch eine recht große Auswahl, wird die Auswahl bei Enduros & Reiseenduros die Tracks nach GPS fahren möchten schon deutlich kleiner. Zusätzlich kommt es dann auch noch auf die Bedürfnisse des Einzelnen und die zu fahrende Strecke an.

Die Frage ist was brauche ich? Also was muss es wirklich können? Ich habe für mich einige ganz einfache Prioritäten. Ich nutze nur GPX Tracks zur Navigation, hier landet man wenn man viel abseits der Straßen unterwegs sein möchte automatisch früher oder später. Anders als eine GPX Route bei der das Navigationssystem eine Strecke zwischen vorgegebenen Punkten nach seinem Algorithmus erstellt, fährt man einen Track nach eigenen Vorgaben ab. Die Route ist also nichts anderes als eine Navigation mit Zwischenzielen bei denen zwar Voreinstellungen im Navi vorgenommen werden können, am Ende aber das Gerät die Strecke berechnet. Der Track ist quasi mein Bleistiftstrich auf der Karte den ich genauso abfahre wie ich ihn eingezeichnet habe. Der Track schickt mich also auch am dritten Baum nach rechts und ist je nach Erstellung sehr präzise. Die Route kann nur dort lang führen wo auch ein Weg bekannt ist. Nicht selten gibt es aber Wege die in den offiziellen Karten nicht zu finden sind.

Ein weiterer Punkt ist die Darstellung, für mich sollte die Anzeige Navigationspfeile bieten, mir fällt so die Navigation leichter. Eine Routenanzeige ist zur Navigation für mich aber durchaus ok. Hier sollte man immer bedenken, dass aus meiner Erfahrung die meisten Stürze nicht dem Gelände sondern der Konzentration geschuldet sind. Habe ich also Probleme mit der Lesbarkeit ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor für die Fahrsicherheit.

Dazu sollte das ganze einfach in der Handhabung und günstig zu ersetzen sein. Nicht zu vergessen es muss offline funktionieren und natürlich müssen detaillierte Karten zur Verfügung stehen (am besten Kostenlos). Ich nutze z.B. die OpenStreetMap (OSM) Freizeitkarten.

Am Ende nutze ich „alte“ Android Handys mit OsmAnd + ein GPSMap 64S. Die OsmAnd App ist sehr gut zu konfigurieren und gut ablesbar. So werden die Abbiegehinweise je nach Entfernung farblich dargestellt und in pink ist der Track nicht zu verfehlen. Unterwegs kann man sich z.B. auch Wegpunkte markieren und beschriften um sie später zu bearbeiten.

Das GPSMap64s dient meistens als Backup. Es hat ein transreflektives Display und ist damit auch in der prallen Sonne perfekt ablesbar (Ein Nachteil bei der Navigation mit Tablet oder Handy). Es kann mit normalen AA Batterien betrieben werden, die es im Fall der Fälle an jeder Tankstelle oder im Dorfladen gibt. Ältere GPSMap Geräte kann ich nicht empfehlen, sie sind einfach zu eingeschränkt in ihrer Funktion, besonders da die Anzahl der Wegpunkte begrenzt ist. Dies kann bei längeren Etappen abseits des Asphalts durchaus problematisch sein. Ansonsten würde ich Garmin Geräte nicht unbedingt als intuitiv bedienbar beschreiben aber sie sind äußerst robust, bewährt und harmonieren natürlich sehr gut mit BaseCamp. Wer er etwas robustes sucht kann sich auch nach einem Garmin Montana umschauen oder eine zivilere Variante wie das Zumo XT nutzen.

Für das Smartphone nutze ich übrigens einen Halter von Faneam (Universal-Halterung). Kostet nicht die Welt und funktioniert prima.

Für den Anfang gilt wie immer, „keep it simple“.

Eine kurze Anleitung für OsmAnd findest du hier.