Nachtlager

#backtotheroots

Zelten

Zelten ist ein wunderbarer Weg, um der Hektik des Alltags zu entkommen und ermöglicht auf einer Tour eine hohe Flexibilität. Zusammen mit der Enduro ein wirklich unschlagbare Kombination für Freiheit und Abenteuer auch in unseren Breitengraden. Darum ist es nicht die schlechteste Idee es zu kombinieren. Es gibt unzählige Campingplätze, Shelter und andere Übernachtungsmöglichkeiten in malerischen Umgebungen, die den perfekte Startpunkt oder ein tolles Basislager bieten, egal ob man allein reist oder in der Gruppe. Oft ist ein schöner Platz gleich neben an.

Zusammen bringen sowohl das Zelten als auch das Motorradfahren unvergessliche Erlebnisse hervor, man kann vom Alltag abschalten, kleine Abenteuer erleben und muss sich auf das Wesentliche reduzieren und konzentrieren. Manchmal reicht dafür schon der erste Versuch das Zelt aufzubauen.

Hier drei schöne Beispiele von Zeltplätzen zur Inspiration.

Cuxland – 53°29’24.0″N 8°48’32.4″E

Sachsen-Anhalt – 52°47’40.5″N 10°53’14.9″E

Brandenburg – 52°55’51.1″N 12°26’54.0″E

Meine Ausstattung:

Nach einem Salewa Latitude bin ich inzwischen auf ein Forclaz MT500 Fresh & Black umgestiegen. Der entscheidende Grund ist hier ganz klar die Abdunklung und das kühlere Innere im Sommer. Ansonsten erfüllt es die „normalen“ Ansprüche an ein Trekkingzelt und ist preislich sehr attraktiv. Es wiegt 3090g (ja es gibt leichtere Zelte) und passt locker in die Seitentasche. Auch Großgewachsene passen gut rein und es bleibt noch genug Platz fürs Gepäck. Bei der Isomatte (Sea toSummit, Camp plus S.I.) lieber in einen Zentimeter mehr Dicke investieren (je nach Alter, also des Fahrers) und natürlich wie auch beim Schlafsack ein wenig auf das Packmaß achten.

Isomatte: Länge 34cm, Durchmesser 18,5cm, 7,5cm dick, 1360g
Zelt: 43cm lang, Durchmesser ca. 19cm
Kopfkissen: Decathlon Helium Pillow 187g
Schlafsack: Forclaz Trek 500 / 5 C° 1310g, Durchmesser ca. 18cm, Länge 31,5cm

Macht also 6 Kg für die Grundausstattung.

Bevor hier also in ein am Nordpol erprobtes Zelt, die auf dem Mars getestete Isomatte und der mit vergoldeten Daunen gefüllte Schlafsack investiert wird, empfehle ich ganz klar

#keepitsimple

Erfahrungsgemäß folgt die Erweiterung & Verbesserung der Ausrüstung Stück für Stück nach jeder Reise. Natürlich kommt es beim Gepäck auch wieder darauf an mit welchem Motorrad ihr unterwegs seid. Mit einer großen Zweizylinder Enduro beim mäßigen Endurowandern in Niedersachsen kann ich das ein oder andere Kilo Gepäck mehr verschmerzen. Die Benzinkanister & Co könnten aber durchaus Zuhause bleiben. Mit einer kleinen Sportenduro auf dem Singletrail schaut es dann doch anders aus.

–> hier gibt es meine Packliste mit weiteren Details als PDF

Zelten Deluxe

Für lange Touren und empfindliche Seitenschläfer empfehle ich das Helinox Cot One (Feldbett). Es wiegt 2,3 Kg ist klein verpackt und kann somit noch in oder auf die Gepäckrolle. Die Isomatte kann noch aufgelegt werden und wird einfach mit Spannbettlaken (70x190x12) fixiert. Allerdings besteht bei dieser Variante das Risiko ständig bis zum Mittag durchzuschlafen.

Alternativen

Vielleicht bevorzugt man bei aller Freiheitsliebe am Ende aber doch ein festes Dach und erfreut sich am deutlich geringeren Gewicht des Motorrads ohne viel Gepäck. Sucht man sich kleine Gästehäuser oder z.B. Jugendherbergen kommt man meist auch schnell ins Gespräch mit seinen Gastgebern. Jugendherbergen z.B. sind meist gut gelegen und bieten alles was man braucht (gerade für Gruppen) Bei rechtzeitiger Buchung und je nach Saison sind sogar meist Einzel oder Doppelzimmer vorhanden, es gibt Gemeinschaftsräume und zur Stärkung mindestens ein Frühstück.

Natürlich kann man sich für eine längere Tour auch ein Hotel über die üblichen Verdächtigen online buchen. Eine weitere Möglichkeit ist die in den USA schon weit verbreitete Plattform:

http://www.bunkabiker.com

Hier steht aber nicht der kostenlose Nutzen im Vordergrund, sondern sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Für Norddeutschland sind schon einige Eintragungen vorhanden.